Die kalte Jahreszeit ist Tee-Zeit

Die kalte Jahreszeit ist Tee-Zeit!

Wenn ich mich an meine Grundschulzeit zurückerinnere, weiß ich genau, dass ich Iso-Getränke, Limonade, manchmal auch Eistee mit in der Schule hatte. Wenn es im Herbst kälter wurde, gab es heiße Schokolade oder Tee – oft mit viel Zucker. Besonders Zuckerwürfel fand ich ganz toll – insbesondere wenn ich sie mit zwei Teelöffeln in der Teetasse gestapelt habe, ehe sie sich auflösten. Dass das nicht sonderlich gesund sein kann, wollte ich damals nicht wissen. Tee ohne Zucker mochte ich als Kind nicht – auch kalt nicht, denn insbesondere die Früchtetees sollten oft als „zuckerfreier Eistee“ herhalten. Dabei wollte meine Mutter nur einen Weg finden, dass ich genug trinke – Wasser war schließlich langweilig. Inzwischen habe ich erkannt, dass ein Teebeutel aus langweiligem Wasser so viel mehr machen kann. Heute trinke ich regelmäßig Tee – übrigens statt Kaffee, der ja ebenfalls mit Wasser zubereitet wird.

Rudy and Peter Skitterians / pixabay.com

Welche Tees gibt es?

Tee gilt wohl als vielseitigstes Getränk der Welt. Doch die vielen Sorten, die wir heute als Tee bezeichnen, sind streng genommen gar keine Tees. Tee ist definiert als Aufgussgetränk aus den Blättern, Knospen, manchmal auch den Stängeln der Teepflanze (Camellia sinensis). Aus ihr werden grüner Tee, schwarzer Tee, weißer Tee, gelber Tee, Oolong und Pu-Erh-Tee hergestellt. Obwohl all diese Teesorten aus derselben Pflanze hergestellt werden, unterscheiden sie sich in ihrem Geschmack. Grund hierfür ist der unterschiedliche Anbau und die Verarbeitung.

Schwarzer Tee...

wird in Deutschland am häufigsten getrunken. Die frischen Teeblätter werden gut belüftet zum Welken gelagert, aufgerollt und bei 30° feuchtwarmer Luft fermentiert. Anschließend werden sie bei hohen Temperaturen getrocknet. Der Tee hat viele Nährstoffe und einen hohen Koffeingehalt.

Grüner Tee...

wird aus der zartesten Teeblättern hergestellt, die zum Welken ausgelegt werden. Nach dem Welken werden die Blätter erhitzt und gerollt. Anschließend werden die Blätter im Heißluftofen getrocknet. Grüner Tee hat einen hohen Koffein und Nährstoffgehalt. Es gibt mehr als 1.500 Sorten, z.B. Sencha oder Matcha.

Weißer Tee...

hat den kürzesten Produktionsprozess. Hier werden nur junge Blätter und geschlossene Knospen verarbeitet. Nach dem Welken wird der Tee heiß getrocknet, kurz abgekühlt und dann erneut getrocknet. Dadurch bleibt ein Großteil der Vitamine im Tee enthalten. Weißer Tee schmeckt mild-weich und hat ein eher blumiges Aroma.

Gelber Tee...

ähnelt dem Grünen Tee, allerdings muss der Tee hier nach dem Erhitzen zunächst ruhen. Dabei wird er in ein spezielles Tuch eingehüllt. So lässt man die Blätter oxidieren, ehe sie über Holzkohle geröstet werden. Gelber Tee ist selten und wird auch heute noch traditionell von chinesischen Mönchen hergestellt.

Oolong Tee...

ist ein traditioneller, halboxidierter Tee aus China. Die Herstellung ist sehr komplex. Hier werden reife Teeblätter gepflückt, die dann in der Sonne welken müssen. Anschließend findet die Oxidation statt. Dabei werden die Blätter gerieben, geschüttelt oder gedreht. Oolong Tee schmeckt blumig-süß.

Pu-Erh-Tee...

Pu-Erh gehört zu den ältesten Teesorten der Welt. Er wird in einem aufwändigen, zeitintensiven Verfahren hergestellt. Hierbei werden die Blätter älterer, wildwachsender Teebäume verwendet. Nach dem Welken werden die Blätter geröstet und eingelagert. Der Tee schmeckt weich und blumig.

Heute sind auch die teeähnlichen Aufgussgetränke im Alltag als Tee bekannt. Die klassische Definition von „Tee“ wurde deshalb auf ein heißes Aufgussgetränk aus Blättern, Knospen, Blüten, Stängeln, Rinden oder auch Wurzeln von Pflanzen bezeichnet. Heute gibt es Tees aus zahlreichen Kräutern, Blüten und Früchten, die nicht nur gut schmecken, sondern oft auch eine medizinische Wirkung haben.

Wo wird Tee angebaut?

Traditionell kommt Tee aus China und so ist es nicht verwunderlich, dass China auch heute noch die größten Teeanbauflächen aufweisen kann. Auf mehr als 2 Millionen Hektar wird hier die Teepflanze angebaut und in alle Welt exportiert. Mit knapp 630.000 Hektarn liegt Indien auf Platz 2 der Anbauflächen weltweit. Doch nicht nur in Asien wird Tee angebaut – mit Kenia liegt ein afrikanisches Land direkt auf dem dritten Platz. Hier meldete die Food and Agriculture Organization der Vereinten Nationen (kurz: FAO) 236.000 Hektar Anbaufläche für die Teepflanze.

Teepflanzen benötigen Anbautemperaturen zwischen 18 und 28°C, einen gleichmäßigen Niederschlag und viel Sonnenlicht. Die Pflanzen bevorzugen hohe Lagen (über 500m) und wachsen deshalb insbesondere in Ländern wie China, Sri Lanka, Indien, Japan, Australien, Indonesien, Taiwan, Kenia, Kongo und der Türkei.

Welcher Tee ist optimal für dich?

Tees haben ganz unterschiedliche Geschmacksrichtungen, Inhaltsstoffe und Wirkungen. Sie sind vielseitig einsetzbar, können im Sommer gekühlt und im Winter heiß getrunken werden. Sie können als idealer Durstlöscher im Alltag dienen oder unterschiedliche Beschwerden lindern. Je nachdem, welche Wirkung du erzielen möchtest, ist ein anderer Tee optimal für dich. Bei Beschwerden helfen am ehesten Kräutertees, während insbesondere Früchtetees auch für Kinder geeignet sind. Da die meisten Früchtetees keine Bitterstoffe enthalten, können sie auch kalt getrunken werden. Um ein sicheres Lebensmittel zu erhalten, sollten sie jedoch stets mit heißem Wasser aufgegossen werden.

Apropos Kinder – an dieser Stelle möchte ich euch die Tees von der TeeFee vorstellen. Hinter der TeeFee stehen Jill und Marco, die mit ihrem Unternehmen TeeFee auch in der Gründershow „Die Höhle der Löwen“ waren.

Jill und Marco sind jedoch nicht nur Unternehmer, sondern in erster Linie auch Eltern. Das führte zur Idee hinter der TeeFee: Sie wollten für ihre Kinder Getränke entwickeln, die dabei unterstützen, genug zu trinken, und dabei auch noch lecker schmecken – ganz ohne Zucker. Marco und Jill setzen auf Stevia, einem pflanzlichen Süßstoff, der seit 2011 in der Europäischen Union zugelassen ist. Stevia ist etwa 200-300 Mal so süß wie Industriezucker. Häufig werden aus den Pflanzen Stevioglykoside hergestellt. Die European Food Safety Authority (EFSA) hat für diesen synthetischen Süßstoff eine tägliche Referenzmenge von 4 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen, die Experten warnen jedoch, dass diese Referenzmenge schnell überschritten werden könne, wenn man große Mengen von stevioglykosidhaltigen Lebensmitteln am Tag konsumiert.

Die Süße der Steviablätter machen sich Jill und Marco zu eigen. Ihre TeeFee-Getränke kommen ganz ohne Zucker – und ohne Stevioglykoside – aus. Sie verwenden die reinen Steviablätter, die man im Teebeutel sogar erkennen kann. Damit sind die Getränke nahezu zucker- und kalorienfrei (<0,3g Zucker. <3kcal pro 100ml). Üblichen Problemen wie Karies oder Übergewicht wird damit entgegengewirkt. Eine Angabe darüber, wie viel Stevia enthalten ist, kann man den Verpackungen nicht entnehmen.

Die Getränke der TeeFee sind zu 100% aus natürlichen Zutaten, zu 100% aus Bio-Qualität und die Plastikflaschen der Eistees sind zu 100% aus recyceltem Plastik hergestellt.

In der Baby- und Kinderernährung ist Zucker seit dem 15. Mai 2020 ohnehin verboten. Julia Klöckner hatte dieses Verbot während ihrer Amtszeit ins Rollen gebracht, um Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern zu bekämpfen.

Welche Sorten gibt es bei der TeeFee?

Das Sortiment der TeeFee wächst gelegentlich, kann aber schon jetzt einige Tees, Eistees und weitere Produkte aufweisen:

Früchtetees

  • Erdbeerzauber (mit Äpfeln, Hibiskus, Hagebutten, Steviablättern, natürlichen Aromen und Erdbeeren)
  • Himbeertraum (mit Äpfeln, Hibiskus, Hagebutten, Steviablättern, natürlichen Aromen und Himbeeren)
  • Früchtetee Zitrus (mit Äpfeln, Hibiskus, Hagebutten, Steviablättern, Zitronenschalen, Orangenschalen, Limone, Limettenöl, Zitronenöl, Orangenöl und ätherischem Mandarinenöl)
  • Guten Morgen (mit Äpfeln, Honigbusch, Hagebutte, natürlichen Aromen, Steviablättern, Orangenblättern und Vanille)
  • Gute Nacht (mit Orangenblättern, Kamille, Silberlinden, Stevia, Lavendel und Hopfen)
  • Waldfrucht (mit Äpfeln, Hibiskus, Wildäpfeln, Hagebutten, Steviablättern, natürlichem Aroma, Himbeeren und schwarzen Johannisbeeren)

Loser Tee

  • Yoga (mit Blaubeere, Malve, Lavendel, …)
  • Meditation (mit Moringa, Zitrone, Basilikum, …)
  • Massage (mit Aprikose, Eukalyptus, Tonkabohne, …)

Eistee (Tee + Saft)

  • Pfirsich (mit Äpfeln, Hibiskus, Hagebutte und Pfirsichsaftkonzentrat, …)
  • Himbeere (mit Äpfeln, Hibiskus, Hagebutte, Schwarzer Johannisbeere und Apfelsaft-, Himbeersaft- und Karottenkonzentrat, …)
  • Tropical (mit Äpfeln, Hibiskus, Hagebutte und Orangensaftkonzentrat, natürlichem Mehrfruchtaroma, Mango- und Zitronensaftkonzentrat, …)

Wie schmecken die Tees?

Die natürlichen Zutaten machen sich bemerkbar. Die Früchtetees schmecken intensiv und auch die Süße des Steviablattes kommt sehr zur Geltung. Eben diese könnte aber insbesondere von Erwachsenen als „zu süß“ wahrgenommen werden. Die Geschmackswahrnehmung ist von Geburt an entwickelt, wird aber nach der Geburt noch ausgeprägt. Die Präferenz für intensiven und süßen Geschmack erhalten wir bereits mit der Muttermilch. Auch aus evolutionsbiologischer Sicht ist die Neigung zu süßen Lebensmitteln erklärbar: Die Süße gibt Hinweise auf energiereiche und ungiftige Lebensmittel. Genau darin besteht aber auch eine Gefahr: Die Präferenz für süße Lebensmittel kann zu einem erhöhten Konsum süßer Lebensmittel führen und den Appetit anregen.

In meiner Probierbox waren der Erdbeer-Tee, der Himbeer-Tee, sowie der Guten Morgen- und der Gute Nacht-Tee. Auch zwei Eistees waren dabei: Himbeeren und Tropical. Diese Produkte habe ich hier bewertet:

Himbeertraum
Weiterlesen
Den Himbeertraum finde ich am süßesten. Das hängt mit Sicherheit auch mit der natürlichen Süße der Himbeeren zusammen. Der Himbeergeschmack ist angenehm und sehr lecker - er weckt in mir Kindheitserinnerungen.
Erdbeerzauber
Weiterlesen
Der Tee hat ein leichtes, sanftes Erdbeeraroma, das durch die Süße der Steviablätter unterstrichen wird. Der kräftige, etwas säuerliche Geschmack von Erdbeeren geht dadurch jedoch etwas verloren.
Guten Morgen
Weiterlesen
Der Guten-Morgen-Tee schmeckt nach einem typischen Kräutertee. Die einzelnen Geschmackskomponenten harmonieren gut miteinander, es fehlt jedoch der Pepp.
Gute Nacht
Weiterlesen
Der Gute Nacht-Tee schmeckt nicht nur gut, er hat auch eine hilfreiche Wirkung. Kamille, Lavendel und Hopfen helfen, zur Ruhe zu kommen und sind somit optimal als Schlaftrunk geeignet. Die Süße der Stevia tritt in den Hintergrund und rundet den Tee ab.
Tee + Saft Tropic
Weiterlesen
Der Tropic-Eistee schmeckt wie ein ungesüßter Eistee. Die Stevia-Süße kommt mir hier etwas zu kurz. Den Mangogeschmack kann man herausschmecken, insgesamt schmeckt mir der Tee aber am wenigsten.
Tee + Saft Himbeer
Weiterlesen
Beim Eistee Himbeer finde ich den Himbeergeschmack nicht intensiv genug. Der leicht säuerliche Geschmack der Johannisbeere passt aber sehr gut in das Getränk. Insgesamt ist mir der Geschmack aber zu seicht.
Voriger
Nächster

Die TeeFee-Tees müssen letztenendes aber nicht mich als Erwachsenen überzeugen. Meine Geschmackswahrnehmung ist durch den Industriezucker ohnehin eine andere Süße gewohnt. Einen solchen Gewöhnungseffekt haben Kinder oft noch nicht. Sie nehmen die Süße der Getränke anders wahr. Wenn ihr die Getränke selber einmal probieren wollt, könnt ihr diese hier kaufen. Natürlich gibt es die Produkte auch im Einzelhandel, etwa bei dm im Kinderregal, bei Rossmann im Onlineshop, bei Müller im Drogeriemark, BUDNI, Kaufland, Tegut, Famila…

Quellen: who.de, teefee.de, mylife.de

Titelbild: Rudy and Peter Skitterians/ pixabay.com

Gesellschaft

Was ist typisch Mann?

Achtung: Klischees Incoming! Was ist eigentlich „typisch Mann“? Kann man Fußball hassen und trotzdem ein Mann sein?

Klima & Umwelt

Waldbrände und Dschungelcamp

Das Dschungelcamp gehört zu den bekanntesten Unterhaltungssendungen im deutschen Fernsehen. Doch wie vertretbar ist der Dreh während der Regenwald brennt?

Gesellschaft

Ist es okay, in diese Welt Kinder zu setzen?

Ist es okay, Kinder in diese Welt zu setzen? Statistisch gesehen kommen die meisten Kinder im Sommer zur Welt. Was gibt es Schöneres als strahlenden Sonnenschein, wenn der kleine Sonnenschein das Licht der Welt erblickt? Während im Jahr 1960 noch der März der geburtenreichste Monat war, hat der Juli inzwischen diesen Platz übernommen. Auch ist eine neue Debatte entbrannt: Ist

Hinterlasse einen Kommentar:

Your email address will not be published.